Großbrand in Deutsch Evern

Einsatz 035/2026

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Zu einem ausgedehnten Gebäudebrand wurden die Feuerwehren Deutsch Evern, Melbeck sowie der Einsatzleitwagen aus Embsen am Morgen des 28. Mai 2026 alarmiert. Der Einsatz begann um 05:59 Uhr zunächst mit dem Stichwort B2 Gebäude. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte wurde das Einsatzstichwort aufgrund der gemeldeten Lage auf B3 Gebäude erhöht.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Wohnhaus bereits in Vollbrand. Insbesondere der Dachstuhl auf der Südseite brannte vollständig. Umgehend wurde die Brandbekämpfung von mehreren Seiten eingeleitet. Auf der Südseite kam zunächst ein Wasserwerfer zum Einsatz, während die beiden Giebelseiten jeweils mit einem C-Strahlrohr vorgenommen wurden. Auf der Nordseite öffneten die Einsatzkräfte das Dach mithilfe der Drehleiter aus Lüneburg, um Brandnester gezielt bekämpfen zu können. Dort erfolgte der Löschangriff mit einem D-Strahlrohr sowie unter Einsatz eines Einreißhakens. Aufgrund der intensiven Brandentwicklung wurde zu Beginn bewusst auf einen Innenangriff verzichtet.

Die Feuerwehr Deutsch Evern war mit 26 Einsatzkräften vor Ort. Drei Trupps unter Atemschutz kamen zum Einsatz. Neben zwei B-Leitungen mit Wasserwerfer beziehungsweise Wenderohr wurden drei C-Strahlrohre eingesetzt. Zusätzlich kamen Netzmittel, Wärmebildkameras, Steckleitern, Einreißhaken, Motorsägen sowie Hygienekomponenten zum Einsatz.

Die Feuerwehr Melbeck unterstützte den Einsatz mit 25 Einsatzkräften. Vier Atemschutztrupps standen bereit. Außerdem wurden Wärmebildkameras sowie Einreißhaken eingesetzt.

Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Zwei Personen wurden mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation an den Rettungsdienst übergeben.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Feuerwehrtechnische Zentrale zur Bereitstellung und zum Austausch von Atemschutzmaterial angefordert. Die Verpflegung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle übernahm der ASB.

Gegen 10:00 Uhr konnten die Kräfte aus Melbeck sowie der Einsatzleitwagen aus Embsen aus dem Einsatz entlassen werden. Die Feuerwehr Deutsch Evern führte anschließend umfangreiche Nachlöscharbeiten durch und kontrollierte das Gebäude auf weitere Glutnester. Nachdem die Drehleiter zunächst zurückgebaut werden konnte und bereits mit den Rückbauarbeiten begonnen wurde, flammte der Giebelbereich erneut auf. Die Drehleiter musste daraufhin erneut in Stellung gebracht werden. Um an versteckte Brandstellen zu gelangen, musste die Dämmung im Bereich des Giebels herausgesägt und gezielt abgelöscht werden.

Für die 65 Einsatzkräfte war der Einsatz zunächst um kurz nach 12:00 Uhr beendet. Gegen 13:15 Uhr wurde eine erneute Rauchentwicklung gemeldet, weshalb der Ortsbrandmeister aus Deutsch Evern die Einsatzstelle zur Kontrolle anfuhr – mit dem Resultat, dass um etwa 13:30 Uhr erneut die Ortswehr Deutsch Evern sowie die Lüneburger Drehleiter an die Einsatzstelle gerufen wurden. Durch Lüftungskanäle hatte sich das Feuer erneut ausgebreitet, es kam wieder zur Flammenbildung.
Mit Hilfe der Drohne der Samtgemeindefeuerwehr Ilmenau wurden dann die Glutnester aufgespürt, jedoch konnten nicht alle erreicht werden. Deshalb entschied sich die Einsatzleitung schließlich dazu, mithilfe eines Baggers die Gebäudeteile abzutragen und gezielt abzulöschen. Diese Maßnahmen unter Zuhilfenahme von Wasserwerfern, Schaummittel, Motorsäge, Drohne und Bagger dauerten für 13 eingesetzte Kräfte bis 20:00 Uhr an.

Das Einsatzende ließ jedoch noch länger auf sich warten. Um 00:20 Uhr am Freitag wurde erneut die Ortswehr Deutsch Evern an die Einsatzstelle gerufen. Mehrere Meter hohe Flammen schlugen aus dem Haufen, den der Bagger am Vorabend hinterlassen hatte. 16 Einsatzkräfte waren bis 03:20 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt, setzten hierzu 1x C-Rohr, einen Wasserwerfer sowie Schwerschaum ein und leuchteten die Einsatzstelle aus.

Insgesamt leisteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr hierbei über 16 Einsatzstunden, die Feuerwehr Deutsch Evern war hiervon die ganze Zeit im Einsatz.